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Sprachassistenten im Tourismus

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Was erwartet dich in diesem E-Book?

Julia jung stefan niemeyer
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Reisen buchen mit Amazon Alexa. Die schönsten Sehenswürdigkeiten mit Google Trips sammeln. Mit Siri das Licht und die Musik im Hotelzimmer steuern.
  
Digitale Assistenten halten Einzug im Tourismus. Dank künstlicher Intelligenz buchen, verwalten und gestalten sie unseren Urlaub. Wir erleben sie in allen Lebenslagen. Mit den unterschiedlichsten Geräten. Geräte, mit denen wir sprechen statt Wörter einzutippen. Noch nicht jeder Sprachbefehl führt zum Erfolg. Doch der Trend ist unverkennbar.

In zweiten Teil der E-Books zur Künstlichen Intelligenz im Tourismus werfen wir einen Blick auf die wichtigsten Sprachassistenten und deren Auswirkungen auf den Tourismus. Viel Spaß beim Lesen ;-).

Julia jung stefan niemeyer
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Vorher/Nacher Ansicht

Was verändert sich da gerade?

Ein neues digitales "Ich" wird geschaffen. Sprachsteuerung trifft künstliche Intelligenz: Persönliche Assistenten stehen uns helfend zur Seite. Die digitale Welt beginnt zu sprechen und automatisiert unsere Vorlieben und Interessen.

Klick mal.

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Die Sprachsuche nach Informationen kommt. Langsam. Doch sie kommt. Bisweilen ist die Frustration groß, wenn mit Siri, Alexa oder Cortana gezielt nach Auskünften gesucht wird. Diese Kinderkrankheiten täuschen jedoch nicht drüber hinweg, dass sich die Qualität der Spracherkennung in den letzten Jahren enorm gesteigert hat.

Nahezu jedes neue, internetfähige Geräte der letzten Monate sieht die Sprachsteuerung als zentrales Element der Bedienung. Insbesondere die großen Anbieter wie Google, Microsoft oder Amazon investieren große Anstrengungen in Befehlslogiken mit Worten.

Wir erleben Sprachsteuerung in allen Situationen, in denen das gesprochene Wort schneller und bequemer ist als das Tippen auf der Tastatur. „Hands free“ gilt nicht nur beim Autofahren, Sport oder Kochen in der Küche. Auch die entspannte Rückenlage abends auf dem Sofa bevorzugt die gesprochenen Worte. Amazon, Google & Co. emanzipieren sich mit ihren Sprachsteuerungen vom klassischen Notebook.

Insbesondere Google unternimmt enorme Anstrengungen, um zum Helfer im Alltag zu werden.



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Der einfache Sprachbefehl ist nur die Vorstufe des echten Mehrwerts: Digitale Sprachassistenten werden zu kleinen Helferlein, mit denen wir interagieren und sinnvolle Gespräche führen. Vor denen wir im Alltag Respekt entwickeln, weil sie unsere Vorlieben kennen und uns daraufhin Wünsche erfüllen, bevor wir selbst von diesen Wünschen wussten.

Mit der rasanten Entwicklung von künstlicher Intelligenz erkennen diese Assistenten immer stärker den Kontext, in dem wir uns befinden und stellen einen sinnvollen Zusammenhang zwischen unserem Handeln und deren Empfehlungen für uns her.

Würde ein digitaler Assistent nur stumpf unsere Sprachbefehle ausführen, reduzierten wir ihn sehr schnell als „dumme Maschine“. Je intelligenter unsere Schwächen und Stärken erkannt werden, desto größer wird die Wertschätzung.

Hier liegt der Königsweg für alle Anbieter. Die Unternehmen, die es mit ihren digitalen Assistenten schaffen auf charmante Art unsere Anerkennung zu erlangen, werden wir als „menschliche“ Assistenten akzeptieren.

Eine echte Herausforderung in Deutschland, wo das Internet in weiten Teilen noch immer skeptisch beäugt wird.

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Sie sind immer online. Sie hören immer mit. Sie kennen unsere Vorlieben. Aus Betriebssystemen werden intelligente Sprachassistenten. Ein kurzer Blick auf die großen Anbieter:

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Neue Gatekeeper buhlen um den Zugang zum Kunden.

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Internet der Dinge, Industrie 4.0, Digitalisierung. All diese Begriffe werden reichlich strapaziert, um die Veränderung in unserem Lebensumfeld zu beschreiben. Aus Sicht des Marketings ist zwischen der analogen und digitalen Welt Eines gleichgeblieben: Wer den Zugang zum Kunden hat, gewinnt.

Genau hier setzt die Veränderung ein: Kaufentscheidungen werden immer stärker durch digitale Services unterstützt, sodass analoge Kundenzugänge unbedeutender werden.

Und da knüpft die Strategie der Plattform-Ökonomie an. Google, Amazon, Apple, Facebook: Sie alle versuchen mit ihren digitalen Assistenten zum neuen Gatekeeper des Kunden zu werden. Wenn alle zukünftigen Geräte über eine Plattform verbunden sind, bedarf es einer zentralen künstlichen Intelligenz, die diese steuert. Ein Ort, der all unsere Vorlieben und Wünsche aufnimmt und in Empfehlungen umwandelt.

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Google & Amazon als Vorreiter der smarten Sprachassistenten.

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Wenn wir in naher Zukunft nostalgisch zurückblicken, erzählen wir unseren Kindeskindern: „Damals gab es einen Computer. Diesen haben wir mit dem Internet verbunden. Dann öffneten wir einen Browser und haben etwas gesucht. Anschließend kauften wir es.“ Wenn früher noch viele Schritte insular auf einem Gerät notwendig waren, finden wir uns heute in einer smarten Welt wieder. Von der Küche bis zum Wohnzimmer, vom Auto bis zum Laufband - zu jeder Tageszeit, bei jedem Gespräch: Ein Gerät vernetzt alle Schritte und führt diese aus - selbstständig und auf Sprachbefehl.

Google Assistant und Amazon Alexa als Marketing-Trojaner

Google und Amazon sind die Vorreiter eines vollvernetzten Haushaltes, in dem alles kaufbar und findbar wird.

Ähnlich wie es Google mit seinem Betriebssystem Android geschafft hat, den Smartphone-Markt mit einem Standard zu versehen, setzt Amazon auf Alexa. Mit eigenen Anwendungen (Skills) können Unternehmen den Sprachassistenten steuerbar machen. Auf der anderen Seite findet sich Amazon Alexa schon heute in Kühlschränken, Whirlpools und Smartphones wieder.

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Google Assistant

So stellt sich Google den universellen Assistenten auf allen Geräten vor. 
(Quelle: Google Video)

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Alexa Skill der Deutschen Bahn auf Amazon Echo

Die Bahnauskunft per Sprache. Mit eigenen Anwendungen nutzen Unternehmen Amazon Alexa und Echo.
(Quelle: Deutsche Bahn)

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Der Hauptgrund für Amazon und Google digitale Sprachassistenten zu entwickeln, ist die allgegenwärtige und schnelle Möglichkeit, Produkte zum Kauf bereitzustellen. So liegt es auch im Tourismus auf der Hand, dass die Buchung und Verwaltung von Reisen eines der ersten Anwendungen sind. Mit Expedia und Kayak sind von Beginn an die großen Player der Reiseindustrie dabei.

Digitale Sprachassistenten entwickeln sich als Helfer in allen Lebenslagen, wenn ich schnelle Verfügbarkeiten für Hotels und Ferienwohnungen abfragen möchte. Insbesondere die Erinnerung an Reisedaten und Anreisezeiten bieten einen Mehrwert, der ebenfalls zum Verkauf von Zusatzleistungen genutzt werden kann.

Vergleichbar mit der klassischen Websuche werden die großen Such- und Betriebssysteme auch in der Sprachsteuerung zum Gatekeeper für die Reiseindustrie.

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Alexa Skill von Expedia für Amazon Echo

Sprachgesteuertes Travelmanagement im Haushalt. Expedia ist von Beginn an dabei. 
(Quelle: Expedia)

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Der Wandel von Reiseportalen zu sprachgesteuerten Assistenten wird für jede Reisephase relevanter. Neben der Informations- und Buchungsphase bietet insbesondere das Vor-Ort-Erlebnis große Chancen für die Sprachsteuerung.

Assistenten, die standortbezogene Mehrwerte bieten, erleben wir schon heute in Ansätzen mit Google Trips und Booking Experiences. Deren künstliche Intelligenz ist noch begrenzt und die Sprachsteuerung nur rudimentär vorhanden. Die Entwicklung zeigt aber, dass sich hier und sehr bald eine Menge tun wird.

Ein Puzzle fügt sich hier zusammen. All den unterschiedlichen Geräten und Experimenten der letzten Jahre wird nun ein intelligentes System geboten, das auf die Bedürfnisse des Gastes reagieren kann. Von der Google Glass bis zu Beacons - mit einem digitalen Sprachassistenten rückt der Wunsch nach individuellen Erlebnissen ein erhebliches Stück näher.

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Google hat es vorgemacht und auch andere Reisportale vollziehen den Wandel zum Reiseassistenten in drei Stufen:

Stufe I.
Klassische Reisportale bieten reine Buchungsmöglichkeiten und konzentrieren sich ausschließlich auf diese transaktionale Reisephase.

Stufe II.
Reiseportale verlängern ihre Buchungsmöglichkeiten auf die Erlebnisphase vor Ort und wandeln sich zu Reiseassistenten. Durch standortbezogene Erlebnisse und POIs können Zusatzverkäufe generiert werden. 

Stufe III.
Die Reiseassistenten wandeln sich zu intelligenten Sprachassistenten, die dem Gast nicht nur während der Reisephase zur Verfügung stehen. Zu jeder Zeit in jeder Haushaltssituation steht der Assistent auf allen Geräten zur Verfügung. Dank künstlicher Intelligenz erkennt er Reisewünsche und schlägt aktiv individuelle Angebote vor.


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Orlando App

Visit Orlando integriert in seiner App IBM Watson als intelligenten Assistenten, der per Sprachsteuerung Erlebnisse vorschlägt.
(Quelle: Visit Orlando)

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Gute Inhalte wollen gefunden werden. Daran ändert sich auch bei Sprachsystemen nichts. Doch die Rahmenbedingungen ändern sich. Die neue Anforderung: Touristische Inhalte müssen per Sprache zu finden sein.



1. In Erlebnisse und Unterkünfte gehört Struktur

Sprachsystemen erhöhen nochmal den Druck, dass POIs, Veranstaltungen, Führungen und Unterkünfte in strukturierten, zentralen Datensystemen abgelegt werden. Ein Channelmanagement für alle Inhalte wird der Schlüssel zum Erfolg, damit über alle Geräte und Systeme die Erreichbarkeit gewährleistet ist. Hinzu kommt eine logische Auszeichung der Inhalte nach den Anforderungen der Systeme.

2. Finde die Frage zu deiner passenden Antwort.

Sprachbefehle und Fragestellungen beeinflussen das Schreiben von guten Inhalten.
Transaktionale Texte, die zu Buchungen und Suchabfragen führen, richten sich nach der Art, wie wir als Nutzer den Suchbefehl sprechen.
Informationale Texte, die Sehenswürdigkeiten, Erlebnisse und Geschichten erklären, richten sich nach den gesprochenen Fragestellungen.

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Sprachsuche beim digitalen Assistenten Hound

Struktur und richtige Inhalte zur Frage sind die Herausforderungen an das Content-Management
Quelle:

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Die Fernsteuerung von Licht, Musik oder Fernsehe im Hotelzimmer ist nicht Neues. Auch die Steuerung per Sprache ist keine Revolution. Digitale Services haben in den letzten Jahren kontinuerlich Unterkünfte bereichert.

Trotzdem werden die Sprachassistenten von Google, Amazon oder Apple die Aufenthaltsphase für Gäste deutlich bereichern. Denn mit der Sprachsteuerung per Alexa oder Siri wird der Gast langfristig mehr als nur das Licht an- oder ausschalten. Dank der intelligenten Systeme bringen Reisende auch ihr persönliches Profil mit ins Hotelzimmer. Ihre Vorlieben und Wünsche sind direkt auf alle angebotenen Services im Hotel übertragbar.

Der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Verbunden mit meinem Assistenten erlebe ich die Unterkunft in der Stimmung (Licht, Musik, TV-Stream, Accessoires, etc.), die meinem Gemütszustand entspricht. Die wichtigsten HotSpots und Sehenswürdigkeiten sind genauso vorsortiert wie die leckersten Menüs nach persönlichem Geschmack. Nicht heute. Nicht morgen. Übermorgen.

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Apples Siri in den Aloft Hotels

Die Aloft Hotels testen zurzeit die Vorteile von Siri oder Amazon Echo im Hotelzimmer.
(Quelle: Aloft Hotels)

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Amazon Alexa in den Wynn Hotels

Ende letzten Jahres kündigten die Wynn Hotels an, ihre Hotelzimmer mit Amazon Echos auszustatten.
(Quelle: Wynn Hotels)

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Intelligente Assistenten identifizieren aufgrund von individuellen Vorlieben und Verhalten relevante Inhalte.

Diese Daten berücksichtigen jedoch nicht, wie es dem Gast im Moment des Erlebnisses geht. Ist er gestresst? Fröhlich und enthusiastisch? Oder womöglich ausgebrannt und müde? Wären Inhalte und Vorschläge nicht noch relevanter und effektiver, wenn der Assistent meine Emotionen verarbeiten und mit den anderen Date sinnvoll kombinieren kann?


Je nach aktueller Gefühlslage würde sich der Assistent die passende Angebote und Erlebnisse suchen, um seinen Nutzer wieder in die ideale Gefühlslage zu versetzen.

Zukunftsmusik? Nicht ganz. Schon heute können Assistenten aufgrund des Verhaltens eine emotionale Typisierung vornehmen. Wie aufgrund der Stimmlage eine Zuordnung erfolgt, veranschaulicht das Unternehmen Audeering im folgenden Beispiel.

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sensAI von Audeering

Die Analyse der Emotionen aufgrund der Stimmlage - eine Goldgrube für Sprachassistenten.
(Quelle: Audeering)

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Die gängigen digitalen Sprachassistenten von Amazon bis Google sind personengebunden. Ein Assistent verwaltet und managet die Daten für eine Person. In der Kommunikation können zwar mehrere Personen mit dem Assistenten sprechen, dahinter ist jedoch immer ein primäres Nutzerkonto verbunden.

Eine erste Aufsplittung dieser Logik berücksichtigt Amazon Alexa zum Ende des Jahres. Der Assistent wird in der Lage sein, anhand der Stimme auch die sprechende Person zu erkennen. Spricht beispielsweise der Vater mit Alexa wird dies seinem Konto zugeordnet, wohingegen die Stimme der Mutter ihrem eigenen Konto zugeschrieben wird.

Auch Fremdsprachen und Übersetzungen im Reiseland werden keine Herausforderung mehr. Simultane Übersetzungen vor Ort helfen den Gästen sich schnell mit Bewohnern des Landes zu verständigen. Der Translator Ili beweist dies eindrucksvoll.

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Simultanübersetzung mit Ili

Im direkten Gespräch mit Bewohnern im fremden Land. Sprache wird nicht mehr zu Barriere.
(Quelle: iamili.com)

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Inspiration mit Amazon Alexa oder Apples Siri? Klingt undenkbar. Die Ausrichtung der jetzigen Assistenten ist getrieben durch Information oder Transaktion. Sensitive Erfahrungen bleiben (noch) außen vor. Die neuen Assistenten ebnen jedoch den Weg für neue emotionale Audio-Erlebnisse.

Wer spricht, will auch hören. Der steigende Anspruch an die Dialogqualität der Assistenten geht einher mit einem steigenden Anspruch an die Audio-Qualität. In den Haushaltsgeräten von Amazon und Google sind heute schon Lautsprecher integriert, die es in der Klangqualität mit hochwertigen Boxen aufnehmen können.

Hochwertige Klänge erleben seit Jahren einen Boom. Geräuschreduzierende Kopfhörer und Premium-Marken wie Bose, Marshall oder Sennheiser unterstützen den Wunsch nach hochwertigen Klängen. Podcasts erleben in der Nutzung ein Revival. Die Sprachassistenten werden auch in diesem Bereich zum intelligenten Transporter für persönliche Hörerlebnisse.

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Geräuschreduzierende Kopfhörer

Kopfhörer wie die von Bose werden zum Trend- und Luxusprodukt. Anspruchsvolle Hörerlebnisse können von Assistenten personalisiert werden.
(Quelle: Bose)

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Idee & Konzept:
Julia Jung & Stefan Niemeyer
neusta etourism

Danke an alle Experten, die mit Ihrem Input dieses E-Book erst möglich gemacht haben.

Titelbilder der Kapitel:
Eugenio Marongiu, shutterstock.com

Illustrationen:
Drakonova, shutterstock.com
Yukatana, shutterstock.com
AVA Bitter, shutterstock.com
Oleg Golovnev, shutterstock.com
jumpingsack, shutterstock.com
Sunny Whale, shutterstock.com
lynea, shutterstock.com
Alexander_P, shutterstock.com
alex74, shutterstock.com
Stefan Niemeyer

Videos:
Alle Quellen zu den verwendeten Videos sind direkt mit den Videos genannt und verlinkt. 

Statistiken:
Alle Quellen zu den verwendeten Statistiken sind direkt in den Infografiken genannt. 

Danke an Natalie Merchant und Bruce Springsteen, die uns mit ihrer Musik durch die Nächte führen. 
#trampslikeus







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Exp florian bauhuber
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Wie werden Sprachassistenten das Reise- und Buchungsverhalten im Tourismus verändern?
Langfristig wird sicher der Zugang zu allen Informationen im Netz aufgrund solcher Dienste ändern - das beeinflusst natürlich auch das Reise- und Buchungsverhalten - wir stehen am Anfang einer Zeitenwende, ähnlich der bei der Einführung des iPhones.

Werden sich Reisende auch durch Sprach-Assistenten informieren und inspirieren? Wird sogar eine Buchung über Sprachdienste stattfinden?
Die Frage ist nicht ob sondern nur wann. Abfragen nach wichtigen Aspekten des Reisen wie z.B. Wetter oder Bahnverbindungen sind jetzt via Skills schon möglich. Hier werden unzählige Dienste für unterschiedliche Aspekte des Reisens entstehen.

Können Sprachdienste im Urlaub oder auf der Geschäftsreise eine echte Hilfe sein?
Immer dann, wenn es schnell gehen soll oder man gerade keine Hand frei hat, dann bieten sich solche Dienste an. Geschäftsreisen und spontane Reiseentscheidungen (z.B. für Tagesausflüge) werden vorersr stärker betroffen sein, als die Haupturlaubsreise.

Mehr über Florian Bauhuber und Tourismuszukunft

Exp florian bauhuber
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Die Relevanz von Sprachassistenten im Tourismus

Mehr zu Stefan Möhler und netzvitamine

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Die praktische Nutzung von Amazon Echo im Tourismus

Mehr zu Stefan Huber und hubermedia

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Die Relevanz von Sprachassistenten im Tourismus

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Exp martin schobert
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Wie werden Sprachassistenten das Reise- und Buchungsverhalten im Tourismus verändern?
Es wird keine Änderung des Reise- und Buchungsverhaltens geben. In manchen, sehr einfachen Planungs-Prozessen, als Assistent beim Buchungs-Prozess, als einfacher Concierge wenn die Gäste vor Ort sind ist das für potentielle Gäste ein hilfreiches Instrument. Aber eben nur in einigen wenigen, stark standardisierten Prozessen. Die Planung einer Reise, die Planung des Reiseerlebnisses selbst, die Auswahl und Reaktion auf lokale Gegebenheiten wie Wetter, Laune, Stimmung, Begegnungen, Entspannungswünsche und dergleichen erfordert eine äusserst heterogene Planung, die von Sprachassistenten in den nächsten 10 Jahren nicht geleistet werden kann.   Ich prognostiziere im Gegenteil sogar einen Anstieg der persönlichen Interaktion im Gegensatz zu standardisierten Einheitsprodukten. Ein Flugzeugsitz, ein Hotelzimmer ist leicht standardisierter und kann skalierbare mit AI begleitet und das Produkterlebnis mit AI angereichert werden. Das Reiseerlebnis selbst ist selten standardisierbar - das Lächeln beim Ankommen, die freundliche Orientierungs-Hilfe die man auf seine Fragen erhält (wie z.B. wie kann ich die Bügelfalte in meiner Anzughose heute noch glätten?), das überraschende Entdecken ungeplanter Kleinigkeiten und Nettigkeiten, das Entspannen, das Begegnen mit Einheimischen und anderen Reisenden, das Einkehren bei Freunden (oder Gastwirten die diese werden), das Mitnehmen von Erinnerungen. All das kann nicht mit Hilfe von AI besser als in der Wirklichkeit werden.

Werden sich Reisende auch durch Sprach-Assistenten informieren und inspirieren? Wird sogar eine Buchung über Sprachdienste stattfinden?  
Nur dort, wo Marketing ausschließlich digitalisiert wird. Wir erleben derzeit aber eine Trend-Umkehr. Der größte österreichische Tourismuspartner (Kohl & Partner) erhob bei der Analyse seiner betreuten Hotels, dass die Zahlen der Telefon anrufe - vor allem an Montagen - wieder stark steigen. Die FUR hat bei einer Spezialauswertung der Reiseanalyse 2016 der deutschen Gäste in Österreich herausgefunden, dass der Großteil der Werbemittel die für die Urlaubsentscheidung den Ausschlag gegeben hatten - Der Hauptkritikpunkt ist die Glaubwürdigkeit. AI-Systeme sind reine künstliche Marketing-Systeme und werden daher kein hohes Potential haben glaubwürdige Informationsquelle im Zuge der Inspirations- und Informationsphase der Reiseplanung zu werden.

Können Sprachdienste im Urlaub oder auf der Geschäftsreise eine echte Hilfe sein?
Ja, bei standardisierbaren Abläufen und Prozessen (Check-In/Check-Out, Transfers und Einhaltung von Transferzeiten z.b.). Nein, bei der persönlichen Auswahl und Beratung. Reisen bedeutet Begegnung mit Menschen und das Gefühl temporär deren Heimat zu erfahren. Auch auf Geschäftsreisen ist neben der standardisierten, einfachen Betreuung die Begegnungsqualität mit Einheimischen und die Erfahrung am Geschäftsort wichtig.  

Fazit: Nettes Gimmick für jene Unternehmen die sich leisten können „Innovations-Budgets“ einzusetzen. Ein breiter Nutzen durch AI im Reiseplanungsprozess wird nur bei großen Reisekonzernen, in Buchuns-Zentralen und bei Mobilitätsdienstleistern bzw. in der Ketten-Hotellerie oder der standardisierten Städte-Hotellerie erfolgen. In Ferien-Destinationen und beim touristischen Produkt bzw. bei der Freizeit- und Erlebnis-Dienstleistung selbst nicht innerhalb der nächsten 10 Jahre.

Mehr über Martin Schobert und Tourismusdesign


Exp martin schobert
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Wie vergänglich sind Sprachassistenten und Amazon Echo?

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Chatbots und Sprachsteuerung in der Hotellerie

Exp andreas romani
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"Sicher ist es momentan DER top Trend. Manchmal muss man auch nicht jedem Trend nachlaufen. Und nur weil Booking.com, Expedia und mittlerweile auch Hotelketten diese Chatbots einsetzen, heißt es noch lange nicht, dass es auch individuelle Hotels machen müssen. Jedoch sehe ich in der Nutzung zwei entscheidende Vorteile und Chancen für die Privathotellerie. 

Einmal ist es ein feines Tool aus Sicht des Gäste-Service und eine Kommunikationsmöglichkeit um zusätzliche Informationen, Empfehlungen bzw. Serviceleistungen anzubieten und zu verkaufen. Stichwort „Up-Selling“.Deshalb glaube ich auch, dass in naher Zukunft vermehrt Hotelbuchungen darüber laufen. Der Vorteil der Mehrsprachigkeit der Chatbots ermöglicht es Privathotels, auch mit ihren internationalen Gästen eine saubere und klare Kommunikation zu führen – eine echte Hilfe für alle Reisenden.    

Und zweitens kommt eine komplett neue Generation von Reisenden, auch auf die Privathotellerie, zu. Diese Gäste fragen nicht mehrtelefonisch nach oder holen per E-Mail Informationen ein. Sie nutzen „Ihre“ Kommunikationskanäle, die sie gewohnt sind und bevorzugensolche Hotel-Betriebe, die ihnen diese Plattformen anbieten."

Mehr zu Andreas Romani und ideas4hotels

Exp andreas romani
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Sprachassistent amazon echo
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Ende 2014 kündigte Amazon zum ersten Mal den digitalen Assistenten Alexa an. Inspiriert von der antiken Bibliothek von Alexandria soll Alexa die zentrale Einkaufs- und Wissenshilfe für den Nutzer werden. Vom Shoppingtrip durch die Amazon-Welt bis zur Wissenssuche und Medienverwaltung - alles wird abgedeckt.



Den größten Schwung erlebte Alexa mit dem Audio-Gerät Amazon Echo, das in Deutschland seit Ende 2016 erhältlich ist. Mit diesem Gerät will Amazon zum Alltagsgerät in Haushalten werden. Über Alexa können alle Anwendungen (sogenannte Skills) gesteuert werden.

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Sprachassistent google home
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Google bezeichnet sich mittlerweile selbst als „Unternehmen für künstliche Intelligenz“. Dies wird als logische Weiterentwicklung zur bisherigen Suchtechnologie gesehen. Dementsprechend steht der angekündigte „Google Assistent“ und das etablierte „Google Now“ im Mittelpunkt der Strategie. Alle neuen Entwicklungen und Produkte von Google sollen im Hintergrund diesen persönlichen Assistenten bereitstellen. Als Google-Nutzer kann ich so auf meine Vorlieben und Wünsche von überall aus zurückgreifen.

Mitte 2016 hat Google sein Audio-Gerät Google Home vorgestellt. Dieses Haushaltsgerät ist die Antwort auf Amazons Echo. Durch Sprachbefehle greift der Nutzer auf alle sprachfähigen Dienste von Google zurück.

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Sprachassistent apple siri
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Die Spracherkennung Siri (Abk. für Speech Interpretation and Recognition Interface) ist der persönliche Assistent für alle Geräte von Apple. Im Jahre 2011 als Beta-Version in den iPhones gestartet, wurde Siri in den letzten Jahren kontinuierlich weiterentwickelt. 



Auch wenn Siri klassische Funktionen wie Suchen, Terminplanungen oder Kommandos erfüllt, so hinkt die Software im direkten Vergleich mit Google Assistent und Amazon Alexa hinterher. 



Ein klassisches Haushaltsgerät wie Amazon Echo oder Google Home stellt Apple bisher (noch) nicht bereit.

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Sprachassistent microsoft cortana
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Cortana ist der intelligente Sprachassistent von Microsoft. Die Entwicklung des neuen Helfers startete 2009 mit der Vision alle zukünftigen Microsoft-Produkte per Sprachsteuerung miteinander zu verbinden.

2014 wurde Cortana als Schlüsseltechnologie für die Betriebssysteme Windows und Windows Phone präsentiert. Ein Jahr später folgten weitere Integrationen in die Spielekonsole Xbox und in den Chatdienst Skype.

Mit der hohen Verbreitung der Windows-Betriebssysteme erlangt Cortana seine Bekanntheit vor allem als Befehlsausführer am Notebook. Durch die Schwäche von Microsoft im Smartphone-Markt und eines fehlenden Haushaltsgerätes wird Cortana noch nicht als universeller digitaler Assistent wahrgenommen. 

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Sprachassistent samsung viv
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Samsungs Weg zum digitalen Assistenten verläuft zur Zeit zweigleisig. Auf der einen Seite verfügt Samsung mit S-Voice über eine Sprachsteuerung, die sich seit Jahren in den eigenen Smartphones etabliert hat. S-Voice soll dieses Jahr zum digitalen Assistenten Bixby weiterentwickelt werden.

Auf der anderen Seite übernahm Samsung im Herbst 2016 das Unternehmen Viv. Dieses Start-Up für künstliche Intelligenz wurde von keinem Geringerem als Dag Kittlaus gegründet. Kittlaus ist Co-Erfinder von Apples Siri und will mit Viv eine neue Generation von intelligenten Assistenten entwickeln.

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Sprachassistent facebook
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Kein anderes digitales Unternehmen ist so prädestiniert für einen digitalen Assistenten wie Facebook. So hat es Gründer Mark Zuckerberg auch als seine „persönliche Challenge“ bezeichnet, einen Sprachassistenten zu entwickeln. Kurz vor Weihnachten 2016 erblickte Jarvis das Licht der Welt. 



Mit all den Vorlieben und Gefühlsausdrücken im Facebook-Universum soll Jarvis zum persönlichen Begleiter für den Nutzer werden. Als besonderer Clou leiht Oscar-Preisträger Morgan Freeman Jarvis seine Stimme.

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Sprachassistent ibm watson
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Das koginitive System Watson von IBM ist kein typischer digitaler Assistent. Es ist auch nicht IBMs Ziel mit eigenen Geräten in die Alltagswelt der Nutzer vorzudringen. 

Vielmehr hat sich Watson als „Betriebssystem“ für künstliche Intelligenz einen herausragenden Namen gemacht.

Als 1997 der Großrechner Deep Blue erstmals in der Lage war im Mensch-Maschinen-Vergleich zu gewinnen, zeichneten sich die enormen Fortschritte in der künstlichen Intelligenz ab. IBMs Watson ist die Fortführung dieser Technologie und versteht menschliche Sprache, um Kontexte zu bilden und Antworten zu geben. Mit Bluemix stellt IBM eine Service-Plattform bereit, auf der die Watson-Technologie für eigene Anwendungen genutzt werden kann.

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